RGB Module anschliessen

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Zu diesem Thema gibt es noch weitere Fachwissen-Seiten:
 
Netzteile an 230V anschliessen (primär).
LEDs einfarbig (Mono) anschliessen (sekundär).
LEDs mit Feststrom (Constant Current) anschliessen (sekundär).
Diese Seite: LEDs mehrfarbig (RGB) anschliessen (sekundär).
 

Mehrfarbige RGB-LED-Module oder LED Flexstripes:
Im ersten Bild sieht man eine komplette Übersicht für eine gebräuchliche Verkabelung von LED-RGB-Stripes. Das Netzteil liefert die Spannung für den Controller. Der Controller reicht die Spannung weiter zu den LEDs und dient aber auch zur PWM-Regelung der drei getrennten Lichtkreise Rot, Grün und Blau und bestimmt über die unterschiedliche Farbmischung des Lichts.
Es gibt auch Controller mit integriertem Netzteil, dann sind Controller und Netzteil in einem Gehäuse untergebracht.
 
Wie die PWM-Regelung innerhalb eines RGB-Controllers funktioniert, lesen Sie bitte auf der Seite LEDs Dimmen nach.
 
Für den Anschluss hat der Controller drei regelbare Ausgänge: R/G/B und eine gemeinsame Rückleitung +. Diese insgesamt 4 Adern verbinden also den Controller mit den LED-Modulen. Die meisten Controller haben für die Bedienung eine Fernbedienung.
 

Das Bild zeigt einen Controller mit einem gemeinsamen Plus-Pol (Rückleitung). Es gibt auch Geräte mit gemeinsamen Minus-Pol auf dem Markt. Um sofort sehen zu können, um welches Polung es sich handelt, ist in den technischen Daten des Controllers (und auch des LED-Moduls) folgendes angegeben:
 
CA steht für „Common Anode“, zu deutsch: gemeinsamer Plus-Pol
CC steht für „Common Cathode“, zu deutsch: gemeinsamer Minus-Pol
 
Es leuchtet sicher ein, dass man CA-LED-Module nur an CA-Controller anschliessen kann und CC-LED-Module nur an CC-Controller anschliessen kann.
Mischt man die unterschiedlich gepolten Produkte untereinander, leuchten die LEDs nicht. Für Problemfälle, wo man gerne unbedingt verschiedene Produkte einsetzen möchte, gibt es aber auch hier im LED-Shop.com zusätzliche RGB Konverter zum dazwischenschalten.
 
Betriebsspannung anschliessen
Wie man ein Netzteil primär an 230V Netzspannung anschliesst, lesen Sie bitte unter Netzteil anschliessen.
Vom Netzteil her führt man die Sekundär-Spannung zweiadrig zum Controller. Für die Sekundärseite (12 oder 24V) reichen je nach Leistung meist Kabelquerschnitte von 0,75 - 2,5 mm² aus. Hier finden Sie eine Tabelle für Kabelquerschnitte.
Auf die richtige Polung von Plus und Minus ist zu achten. Falls man den Controller verpolt anschliesst, kann er einem dies sehr übel nehmen, was bedeutet, dass dieser schlimmstenfalls sofort zerstört und somit unbrauchbar ist.
 


RGB Verkabelung anschliessen:
Vom Netzteil her führt man die Spannung vieradrig zum Streifen. Für die Sekundärseite (12 oder 24V) reichen je nach Leistung meist Kabelquerschnitte von 0,14 - 0,75 mm² aus.
Für längere Strecken sollte man den Querschnitt erhöhen, beispielsweise auf 1,5 - 4 mm², dies ist wichtig um den zu erwartenden Spannungsabfall entgegen zu wirken. Die Kleinspannung kann dabei durchaus auch durch handelsübliches NYM- Kabel geleitet werden. Da man die dicken Kabel meist nicht direkt mit den LEDs verbinden kann, ist es praktikabel und auch vollkommen ok, wenn die letzten Zentimeter in einer Abzweigdose wieder auf ein dünneres Kabel weiter geleitet werden. Hier finden Sie eine Tabelle für Kabelquerschnitte.
Auf die richtige Polung von Plus und Minus ist zu achten. Kurzfristig verpolte Streifen nehmen erfreulicherweise keinen Schaden, falsch angeschlossen leuchten diese aber nicht. Vertauscht man versehentlich die Farbkanäle R, G oder B, so geht sicher nichts kaputt, aber die Bedienung des Controllers wird unlogisch, man drückt beispielsweise einen Knopf für „Grün“ auf der Fernbedienung, die LEDs leuchten aber beispielsweise rot auf.

Im Bild oben sieht man das praktische Easy- Connect-System, was lötfreie Verbindungen ermöglicht.
 

Bild oben: Bei begrenztem Platz empfiehlt sich, die Verbindungen zu löten.

Im Prinzip sind die Streifen werden die LED-Stripes oder Module immer parallel zum Controller angeschlossen. Je nach Aufbau kann man sich auch Stränge mit Zwischenverbindungen bauen oder mehrere Stränge parallel schalten.
Es lassen sich auch beide „Verkabelungsmethoden“ miteinander kombinieren, letztendlich sind alle LED-Module parallel zum Ausgang des Controllers angeschlossen.
Man sollte nur darauf achten, dass ein Strang in sich nicht zu lang wird, sonst ergibt sich auf die große Länge zum Ende hin ein Spannungsabfall, was dazu führt, dass die LEDs dunkler werden oder nicht leuchten. Man kann davon ausgehen, dass die maximale Länge pro Strang in etwa dem entspricht, was vom betreffendem Produkt als Rollenlänge zum Verkauf angeboten wird. Sprich: gibt es das RGB-Band auf 5m Rollen, so sollte man die 5m nicht wesentlich pro Strang überschreiten.
Mehrere Stränge lassen sich problemlos parallel schalten. Man darf dabei nur nicht die maximale Leistungsgrenze des Controllers und des Netzteils überschreiten.

Für besonders umfangreiche Installationen bieten wir Netzteile bis 600 Watt Leistung an. Achten Sie beim Aufbau auf die hohen Stromstärken des Netzteils, was mit entsprechenden Kabeln mit höheren Querschnitt realisiert werden muss.
Die Abbildungen hier zeigen alle eine 12 Volt Verkabelung, für 24V gilt entsprechend das Gleiche, nur mit dem Unterschied, dass die Module 24V benötigen und man dementsprechend ein Netzteil mit 24 Volt-Ausgang verwenden muss.
Man muss allerdings beachten, ob auch der Controller für den entsprechenden Spannungsbereich geeignet ist.

Bitte beachten: Wir übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit oder Richtigkeit auf diesen Informations-Seiten.

Info  Text: Volker Schulz - mehr zum Lernen über LEDs unter Fachwissen.