Lichtfarben

Info

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die verschiedenen Lichtfarben von unseren Licht-Produkten auf LED-Shop.com:

Lichtfarbe Weiß und ihre Farbtemperatur:
Weiß leuchtende Produkte bieten wir in verschiedenen Weiß-Tönen an. Der unterschiedliche Farbeindruck weißer Lichtquellen wird in der Farbtemperatur definiert, die Maßeinheit dazu wird in ° Kelvin (K) gemessen.
Tageslicht verändert je nach Uhrzeit kontinuierlich seine Farbtemperatur. Jeder kennt sicher den rötlichen Sonnenuntergang, abends wird die Farbtemperatur also beispielsweise niedriger, das Licht erscheint wärmer. Dieser Vorgang wird aber weitestgehend von unseren Augen kompensiert, so dass es uns gar nicht auffällt. Trotz der messbaren Veränderung der Farben innerhalb des Tagesablaufes erscheint uns die Welt nicht bunt. Ein weißes T-Shirt kommt uns nahezu zu jeder Uhrzeit weiß vor. Auch bei einer künstlicher Beleuchtung gewöhnen wir uns an die Lichtfarbe der Farbtemperatur. Kombiniert man aber verschiede Farbtemperaturen innerhalb eines Raumes, fällt einem der Unterschied natürlich sofort auf, das Auge kann sich nicht gleichzeitig an mehrere verschiede Farbtemperaturen angleichen.
Die Auswahl der richtigen Farbtemperatur ist prinzipiell Geschmackssache, man sollte aber meines Erachtens vermeiden verschiedene Farbtemperaturen zu mischen.

Wichtig: Um die Qualität von weißem Licht zu beurteilen, sollte man unbedingt auch etwas den Farbwiedergabeindex (CRI) wissen!

Folgend eine Übersicht von verschiedenen Farbtemperaturen:

Lichtfarbe Weiß - etwa über 4500 K (auch kaltweiß) ist ein kühler, schneeweißer Farbton, welcher schon leicht ins bläuliche geht. Diese Farbe wirkt sehr anregend und wird beispielsweise bei der Hinterleuchtung von Bannern oder Reklameschildern verwendet.

Lichtfarbe Neutralweiß - etwa 3000 - 4500 K ist ein weißer, tageslichtähnlicher Farbton. Anwendungsgebiete sind oft Arbeitsplatzbeleuchtungen oder die Ausleuchtung von Waren und Verkaufsflächen.

Lichtfarbe Warmweiß - etwa unterhalb 3000 K ist ein eher warmer Farbton ähnlich zu einer Halogenlampe. Diese Lichtfarbe eignet sich für Ladenbau und Verkaufsflächen, wir aber auch in Wohnräumen verwendet.

Lichtfarbe Superwarmweiß - unterhalb 2700 K bietet eine warme Lichtfarbe, welche dem Glühbirnenlicht ähnelt. Diese Lichtfarbe sollte verwendet werden, wenn man eine warme, behagliche Lichtfarbe für den Wohnraum oder Gaststätten erzielen möchte.

Lichtfarbe Ultrawarmweiß - unterhalb 2500 K ist ein sehr warmer, ins orange gehende Farbton. Die Lichtfarbe erinnert ähnelt im weitesten Sinne der von Kerzenlicht.

Lichtfarbe Ambienteweiß - unterhalb 2200 K ist ein sehr warmer, ins rötliche gehende Farbton. Diese Lichtfarbe wird eher selten für spezielle Lösungen für Dekorationszwecke verbaut und erinnert an alte Kohlefaden-Glühbirnen, die ersten erhältlichen Glühlampen überhaupt.

Lichtfarbe Dynamic-Weiß - einstellbar bei diesen speziellen Produkten kann man in der Regel die Lichtfarbe stufenlos von kaltweiß bis warmweiß je nach Bedarf einstellen. Mittlerweile gibt es auch automatische Steuerungen, um die Farbtemperatur dem Umgebungslicht oder dem Außenlicht anzupassen. Sinnvolle Anwendungsbereiche liegen beispielsweise darin, das Licht innerhalb eines Gebäudes, dem aktuellen Licht im Außenbereich soweit anzugleichen, dass man den Unterschied zwischen Tageslicht und künstlicher Beleuchtung nicht mehr wahrnimmt. Einige Smartphone -Displays bieten bereits diese Technologie.
 



Lichtfarbe RGB:
Die Abkürzung RGB bedeutet „Rot, Grün, Blau“ und beschreibt Produkte, die mit entsprechenden LEDs bestückt sind. Dabei gibt es Produkte in denen abwechselnd in Gruppen zusammengefasst rote, grüne und blaue LEDs verbaut sind oder sogenannte 3in1 LED verbaut sind. 3in1 LEDs sind LEDs, welche in einem Gehäuse drei LED-Chips in den Farben rot, grün und blau untergebracht haben.
Produkte dieser Bauart können durch die sogenannte additive Farbmischung alle sichtbar vorkommenden Lichtfarben erzeugen. Dieses Prinzip wird zum Beispiel in Farbmonitoren verwendet.
Dabei reicht es aus, die lediglich drei vorhandenen Grundfarben Rot, Grün und Blau unterschiedlich stark zu addieren, um den gewünschten Farbeindruck zu erzeugen.
Beispiele für additive Farbmischungen:
Blau + Rot = Violett
Grün + Rot = Gelb
Rot + Grün + Blau = Weiß

Im RGB-Verfahren erzeugtes weißes Licht weist einen sehr niedrigen Farbwiedergabeindex auf, wodurch es sich eher schlecht für Wohn- oder Arbeitsplatzbeleuchtungen eignet. Es sollte daher nur als Effekt- oder Ambiente-Beleuchtung verwendet werden.
 



Lichtfarbe RGBW:
LED-Produkte mit der Bezeichnung RGBW sind in der Regel eine Kombination von RGB und (W) weißem Licht. Diese Produkte sollen jeweils die Vorteile beider Prinzipien miteinander vereinen: die einstellbaren Farben von RGB sowie einen hohen Farbwiedergabeindex von weißen LEDs.

Lichtfarbe „einfarbig“:
LED-Produkte, welche nur in einer Farbe leuchten, zeichnen sich durch besonders intensive Farben aus. Die Ursache dafür ist, dass monochrome, einfarbige LEDs direkt die passende Wellenlänge der entsprechenden Lichtfarbe abgeben. Im Gegensatz zu Glühlampen kommen also keine Farbfilter zum Einsatz. Farbfilter blenden ungewünschte Wellenlängen des (meist zuvor weißen) Lichts aus und lassen nur die gewünschten Lichtfarben passieren. Dabei erzeugen sie aber Wärme und verbrauchen somit auch unnötig Energie. Die Lichtfarbe der LED hängt hingegen von Ihrer chemischen Zusammensetzung ab und die passende Licht-Wellenlänge wird dann innerhalb eines sehr engen Bereichs direkt in der LED erzeugt. Daher auch der Name „monochrome“ (zu deutsch „ein“ -“farbig“). Da die LED den gewünschten Wellenbereich und somit die Farbe viel enger als ein Farbfilter erzeugt, wirken die Farben der LED daher auch so intensiv. Die Farbe wird monochromen bei LEDs in der Wellenlänge Nanometer (nm) angegeben.

Typische Wellenlängen für einfarbige LEDs:
rot = 621nm
gelb (amber) = 590nm
grün = 527nm
blau = 463nm

Es gibt allerdings auch Ausnahmen, wo zusätzlich Leuchtstoffe in die LED eingearbeitet werden, um Sonderfarben wie beispielsweise pink oder rosa zu erzeugen. Oder mehrere monochrome Chips erzeugen in einem LED-Gehäuse eine Mischfarbe. Bei diesen LEDs kann keine Wellenlänge angegeben werden, hier wird eine Koordinate im Farbraum in den technischen Daten angegeben, um die Farbe der LED in einem Wert auszudrücken. Beispielsweise ein lilafarbene LED besteht im Inneren aus einem blauen und rotem LED Chip, deren Farben sich zu lila addieren.

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Text: Volker Schulz
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