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LED Selbstbauprojekte
Hier einige wichtige Tipps und Bauanleitungen für den Einsatz
von LEDs im Bereich Camping, Auto, Eigenbau von Lampen für Jogging
oder Höhlenforscher usw.
Leuchtdioden dürfen keinesfalls ohne passenden Vorwiderstand betrieben
werden, da sie sonst innerhalb Sekunden zerstört werden können!
Wir übernehmen keine Garantie für die Funktion von Eigenbauten,
Arbeiten am KFZ usw.
Wie Sie LEDs richtig anschließen und betreiben, lesen Sie
hier:
1. Polarität und Anschluß
Eine Leuchtdiode ist, wie der Name ja schon sagt, eine Diode und somit
gepolt. Es gibt an jeder LED eine Kathode (-) und Anode (+). LEDs sollten
möglichst nur an einer sauberen Gleichspannung betrieben werden
und müssen richtig gepolt sein, sonst leuchten sie nicht. Verpolt
hält eine LED ca 25 -30 Volt aus, ohne zerstört zu werden.
In der Regel ist der kürzere Anschluß die Kathode, zusätzlich
ist das Gehäuse der LED an der Seite der Kathode abgeflacht.

Für den Einbau wird man die LED irgendwie anlöten müssen.
Hierbei ist darauf zu achten, den Lötkolben keinesfalls länger
als 4- 5 sec pro Anschlussbeinchen an die LED zu halten. Durch Überhitzung
der LED mit dem Lötkolben geht diese kaputt oder verliert an Leistung,
also möglichst zügig arbeiten. Klappt was nicht, LED erst
abkühlen lassen, dann wieder weiter arbeiten.
2. Vorwiderstand berechnen

Der Vorwiderstand ist für eine LED unbedingt erforderlich. Die
LED alleine hat so gut wie keinen Innenwiderstand, was bedeutet, dass
Strom wie bei einem Kurzschluss unbegrenzt hindurch fliesst, wenn man
ihn anlegt. Um die LED richtig zu betreiben, muß man also den
Strom-Durchfluß mit einem Widerstand begrenzen. Wichtig zu wissen:
Bei LEDs wird die sogenannte Vorwärtsspannung angeben, was aber
nicht bedeutet, dass es als Betriebsspannung zu sehen ist. Angebeben
wird hier ein Arbeitspunkt, die Spannung ab der LED funktioniert und
welche sich an der LED im Betrieb bildet. Sinkt die Spannung an der
LED unter die Vorwärtsspannung, dann fliesst kein Strom mehr. Ist
die Betriebsspannung höher, dann regelt sich die LED auf die Vorwärtsspannung
ein, vorrausgesetzt ein Vorwiderstand ist vorhanden. Die restliche Spannung
fällt am Widerstand ab, den man dann einfach mit dem Ohmschen Gesetz
berechnen kann.

Praxis:
Die Versorgungsspannung sollte minimal höher gewählt werden
als die Nennspannung der LED, damit diese in einem vernünftigen
Bereich arbeiten kann.
Für die folgenden Formeln gelten:
U = Spannung in Volt
I = Strom in Ampere
R = Widerstand in Ohm
P = Leistung in Watt
Zunächst rechnet man den Spannungsabfall am Widerstand aus. Da
der Widerstand in Reihe mit der LED geschaltet ist, teilt sich die Betriebsspannung
zwischen Widerstand und LED auf. Man subtrahiert einfach von der Betriebsspannung
die Vorwärtsspannung der LED und erhält so die genaue Spannung
am Widerstand. Die Vorwärtsspannung ist die Spannung, welche an
der LED abfällt. Diese Spannung ist abhängig von der LED,
der Lichtfarbe usw. Jede LED hat also ihre eigene Vorwärtsspannung
und diese müssen Sie den technischen Daten der LED entnehmen!
Kurz: Spannung der Stromquelle minus Spannung LED = Spannung am Widerstand.
(U_Batt - U_LED = U_Widerstand)
Welche Spannung beispielsweise an den LED-Lenser LEDs (durchschnitlich
bei einer Strombelastung von 70 - 100%) an der LED abfällt, entnehmen
Sie bitte folgender Tabelle:
Weiß = 3,5 Volt
Blau = 3,7 Volt
Grün = 3,75 Volt
Rot = 2 Volt
(Tabelle gilt annähernd für handelsübliche 5mm LEDs)
Die Vorwärtsspannung sollten Sie den technischen Daten der LED
entnehmen!
Als nächstes berechnet man den Widerstandswert in Ohm. Spannung
am Widerstand geteilt durch Nennstrom LED = Widerstand in Ohm. (R =
U/I)
Zuletzt rechnet man noch die Leistung des Widerstands aus, um sicher
zugehen, dass der Widerstand nicht überlastet wird und verbrennt.
Dazu einfach Strom mit Spannung am Widerstand multiplizieren und raus
kommt die Leistung in Watt. (P = U x I)
Rechenbeispiel A:
Eine rote LED soll an einer 6 Volt-Batterie betrieben werden. Am Vorwiderstand
fällt folgende Spannung ab: 6V (Batterie) - 2V (Spannungsabfall
LED aus technischen Daten der LED) = 4 Volt. Jetzt entnehmen wir den
technischen Daten der LED den Nennstrom: Bsp.: 25 mA (= 0,025A) Mit
diesen Werten können wir den Widerstand leicht berechnen: 4 Volt
geteilt durch 0,025 Ampere = 133,33 Ohm. Der nächst passende genormte
Wert ist 120 oder 150 Ohm. Der Widerstand muß eine Leistung von
0,025 A x 4 V = 0,1 Watt verkraften können. Also reicht hier ein
Widerstand mit 1/4 Watt.
Rechenbeispiel B:
Eine blaue LED soll an einer 12 Volt-Auto-Batterie betrieben werden.
Im Auto treten allerdings Spannungen bis ca 13,5 Volt auf! Am Vorwiderstand
fällt maximal folgende Spannung ab: 13,5 V - 3,7 V (Spannungsabfall
LED aus technischen Daten der LED) = 9,8 Volt. Jetz entnehmen wir den
technischen Daten der LED den Nennstrom: 30 mA (= 0,03A) Mit diesen
Werten können wir den Widerstand leicht berechnen: 9,8 Volt geteilt
durch 0,03 = 326,66 Ohm. Der nächst passende genormte Wert ist
330 Ohm. Der Widerstand muß eine Leistung von 0,03 A x 9,8 Volt
= 0,294 Watt verkraften können. Zum Einsatz sollte also ein Widerstand
mit mindestens 1/2 Watt kommen.
3. Aufbau
Für den Aufbau empfehlen wir Ihnen, mechanisch alles gut zu fixieren,
und beispielsweise bei fliegender Verdrahtung alles gut zu isolieren,
z.B. mit Schrumpfschlauch (hier im Shop erhältlich), damit keine
Kurzschlüsse auftreten. Nur so erhalten Sie eine optimale Betriebssicherheit.
LEDs leuchten bis zu 100.000 Stunden, das bedeutet über 11 Jahre
ununterbrochen Licht! Einmal alles gut eingebaut und Sie müssen
in der Regel nie mehr an Ihre Leuchte ran, sie funktioniert immer!
4. Arbeiten am KFZ
Außer an der Zündanlage vom Motor oder Xenon-Scheinwerfern
treten gewöhnlich im KFZ keine hohen und damit gefährlichen
Spannungen auf. Wirklich gefährlich ist es hingegen im Auto einen
Kurzschluß zu produzieren. Die Autobatterie kann im Kurzschlussfall
mühelos über 100 Ampere Strom liefern und jedes gelegte Kabel
in Flammen aufgehen lassen. Bei einem Kabelbrand kann schlimmstenfalls
das ganze Auto ausbrennen. Die Isolierungen der Kabel verbrennen zu
beißendem Rauch, dringt dieser während der Fahrt in den Innenraum
und versperrt die Sicht, können schwere Unfälle die Folge
sein. Hier soll keine Panik verbreitet werden, ich möchte nur die
Einsteiger unter den Heimwerkern vor groben Fehlern bewahren. Zu beachten
sind eigentlich nur zwei Dinge:
A: Sicherung einbauen
Wenn man selber im Auto zusätzlich Kabel verlegt, einfach kurz
hinter der Batterie (oder an der Stelle, wo man den Strom abgreift)
eine entsprechende Sicherung einbauen. Die Sicherungsstärke so
wählen, dass sie im Falle eines Kurzschlusses auch anspricht. Da
LEDs ja fast keinen Strom brauchen, empfehlen wir einen Wert von 500mAT
für bis zu 15 LEDs oder 1AT für bis zu 30 LEDs. Legen Sie
Kabel mit mindestens 0,75 mm² Querschnitt. Kabel vernünftig
mit Kabelbindern so verlegen, dass es nicht in bewegliche Teile vom
Motor kommen kann und sich nirgendwo durchscheuern kann.
B: Kurzschluss an der Batterie vermeiden
Falls Sie direkt an der Batterie arbeiten, achten Sie darauf mit dem
Werkzeug keinen Kurzschluss zu machen. Besonders tückisch ist der
Fall, mit einem Schraubenschlüssel am Pluspol der Batterie zu arbeiten.
Rutscht der Schlüssel gegen die Fahrzeug-Karosserie (Masse = Minus)
entsteht ein sehr gefährlicher Kurzschluss! Daher einfach vor Arbeiten
am Pluspol und der elektrischen Anlage immer erst die Masse-Verbindung
lösen und als letztes wieder anklemmen.
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